Kunst & Kultur

Sänger- und Musikantentreffen mit "echter Volksmusik" im Trachtenstadl bei Fa. Spieth & Wensky

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Seit vielen Jahren findet 4-5 Mal im Jahr an einem Freitag, um 19.30 Uhr im “Spieth & Wensky-Trachtenstadl“ in Obernzell ein Sänger- und Musikantentreffen statt.

Dieses Sänger- und Musikantentreffen für den nördlichen Landkreis Passau, wird organisiert und veranstaltet, in Zusammenarbeit mit der Volksmusikpflege des Lkr. Passau und dem Trachtenverein Lämmersdorf, um die Pflege von Brauchtum und Volksmusik weiter zu erhalten. Es werden wieder mehrere Volksmusikgruppen (Tanzlmusi, Stubnmusi, Gesang) in ungezwungener gemütlicher bayerischer Art, echte Volksmusik, wie sie bei uns seit langer Zeit beheimatet ist, zum Besten geben.

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Zwischen den musikalischen Darbietungen gibt es von bekannte und beliebten Sprechern, Moderatoren oder Heimatdichtern lustige Gedichte, G´schichten und sonstigen Einlagen zu hören, die meist das Publikum zu Lachsalven animieren und den Abend aufzulockern.

Die Musikanten freuen sich über eine große Anzahl an Publikum. Übrigens, der Eintritt ist frei und fürs leibliche Wohl wird mit deftigen bayerischen Schmankerl durch die Küche des Stadlwirtes Rüdiger Miedl bestens gesorgt.

 

Organisator & Ansprechpartner:
Andreas Samböck                                                   
Niederndorfer Weg 4                                               

94130 Obernzell                                                       

Tel.: 08591/2825

Mobil: 0151 / 15 22 44 22

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Gesungen und gespielt von Herbert Ostermeier

Obernzeller Lied

Obernzeller Lied zum Download: MP3

Notenblatt: D-Dur.pdf 

Notenblatt: F-Dur.pdf 

Notenblatt: G-Dur.pdf  

 Liedtext

1. Strophe:Ich kenn ein Dörflein im schönen Bayerland zwischen Höhn und Felsen in aller Welt bekannt.
Dort liebt man Frohsinn und auch Gemütlichkeit, niemals fand man Herzen ohne Freud.
Refrain: (wird wiederholt)
Ich liebe nicht Gut noch Geld, lieb nur mein Obernzell. Drum grüßt mir dieses Tal viel tausend mal.

 2. Strophe:
Wo ich die Stunden meiner Jugendzeit verbracht, daran will ich denken, stets bei Tag und Nacht.
Wo sich das Schifflein nach Passau rauf bewegt, dieses kleine Dorf das ist so nett.
Refrain

 3. Strophe:
Triffst Du ein Obernzeller Mädel mal allein, dann sei nicht stolz und hänge bei ihr ein!
Dann wirst Du spüren, wenn sie Dich einmal küßt daß sie Deine Liebe nie vergißt.
Refrain

 4. Strophe:
Als dann wir Burschen zogen aus von diesem Ort, jedes kleine Mädel gab uns treu ihr Wort.
Kehren wir dann als Sieger wieder heim, gehörst Du Deinem Mädel ganz allein.
Refrain

Kultur & Brauchtum wird bei den Donau-Perlen groß geschrieben

brauchtum

Der Frühling zieht ins Land und in der Nacht zum 1. Mai stellen die Burschen und Männer des Dorfes den festlich geschmückten Maibaum auf. Wurde dieser aber, nach altem Brauch, in der Nacht zuvor von den Leuten aus dem Nachbarort gestohlen, so muss er nun wieder durch Freibier eingelöst werden.



Sonnwendfeuer oder Johannisfeuer



Das Johannisfeuer (oder Würzfeuer, Nodfeuer) ist ein ursprünglich heidnischer und im Volksleben fortlebender Brauch. Seit der Christianisierung Europas werden diese Feiern oft mit dem 24. Juni, dem Johannes des Täufers (Johannistag), verbunden, und einige der Sonnenwendbräuche, die sich bis heute erhalten haben, wie die Johannisfeuer, sind nach ihm benannt.



„Pfingstsingen“

 - „So reisen, so reisen, so reisen wir daher“

Dieser Kehrreim war in der Nacht auf Pfingstmontag in nahezu allen Dörfern und Märkten zu hören. 
Die Pfingstsinger waren unterwegs. Wasserdicht verpackt, oft mit frischem Grün auf den Kopfbedeckungen, zogen sie von Haus zu Haus um, wie es der alte Brauch vorsieht, zum Einen die Bewohner gesanglich zu „derblecken“, aber auch Segenswünsche am Schluss ihres Vortrags zurückzulassen.
Dabei nahmen sie auch billigend in Kauf, von den Hausbesitzern kräftig mit Wasser begossen zu werden. 
Aber dies lohnte sich, gab es von diesen am Schluss auch einen Obulus in Form von Eiern, Schmalzgebäck, meist aber von Geld, der vom „Oakater“ eingesammelt wurde. 
Dieser kündigte das Kommen der Pfingstsingergruppe mit einem lauten „Kikeriki“ an.


pfingstsingen-ff-2009Die Männer von der Freiwilligen Feuerwehr Obernzell pflegen diesen Brauch, der andernorts auch als „Wasservögelsingen“ bekannt ist, mit Hingabe schon seit Jahrzehnten.


Auch heuer starteten sie in zwei Gruppen vom Obernzeller Feuerwehrhaus weg zum Pfingstsingen. 
Während die „Fußtruppe“ innerorts von Haus zu Haus marschierte, war es der „transportierten“ Gruppe vorbehalten, die am Ortsrand von Obernzeller liegenden Häuser und einige Stationen in den Nachbarorten aufzusuchen. 

Sie starteten traditionell beim Kloster Obernzell. Hier heißt es jedes Jahr zur Freude der Altenheimbewohner besonders kräftig „Wasser marsch“, wenn die Sänger zu Werke sind. 
Auch im Hotel Fohlenhof waren die Gäste vom für viele sehr exotisch anmutenden Auftritt der Florianijünger sehr angetan. Dies galt auch für die nächste Station: Beim Gasthaus Kornexl in Jochenstein war besonders viel Publikum zugegen. So ging es weiter über die Bauerngehöfte in Jochenstein und in der Grünau zurück nach Obernzell.

Mit jeder Station wurde die Kleidung ob der Wassergüsse schwerer und schwerer. Gegen 23 Uhr schließlich hatte man sein Pensum erfüllt. Nass, teils fröstelnd, ging es ins Obernzeller Feuerwehrhaus zum Feiern. 
Die gesammelten 200 Eier wurden in die Pfanne gehauen und als Rührei verspeist, nicht ohne diese auch kräftig „hinunterzuspülen“ und die Stationen des heurigen Pfingstsingens noch einmal Revue passieren zu lassen. 


Artikel aus der PNP, Autor:  Norbert Pree,  Bild:  Norbert Pree

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